Unsere Haut ist ein Sinnesorgan, das Belastungen und Gifte, die sich in unserem Körper befinden, aufnimmt und ausscheidet. Als Filterorgan arbeitet unsere Haut aber nicht nur von Innen nach Außen, sondern übernimmt auch von Außen nach Innen eine wichtige Aufgabe im Transport von Stoffen.
Deshalb sollten nur auf ihre Inhalte geprüfte Produkte und Substanzen mit unserer Haut in Berührung kommen.
Die Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten sind vielfältig, und einige davon können auch allergische Reaktionen hervorrufen.
Im März 2003 wurde die neue Kosmetik-Richtlinie der EU in Kraft gesetzt. Die neue Richtlinie enthält Vorschriften, die dem vorbeugenden Gesundheitsschutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern dienen sowie dazu beitragen, die Informationen über die auf dem Markt angebotenen Kosmetika zu verbessern.

Im einzelnen wird hier neu geregelt:

  • Stoffe, die nach den chemikalienrechtlichen Bestimmungen als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind, sind in kosmetischen Mitteln verboten.
  • Werden zur Herstellung kosmetischer Mittel benannte Riechstoffe eingesetzt, die allergische Reaktionen auslösen können, so müssen diese Stoffe künftig in der Liste der Bestandteile angegeben werden. Bisher genügte die Gruppenbezeichnung
  • Die Mindesthaltbarkeit ist schon bisher bei kosmetischen Mitteln anzugeben, wenn diese 30 Monate und weniger beträgt. Bei länger haltbaren Erzeugnissen ist jedoch künftiganzugeben, wie lange sie nach dem Öffnen der Verpackung noch ohne Beeinträchtigungen verwendet werden können.

In Deutschland gilt bereits ein generelles Verbot von Tierversuchen bei der Entwicklung kosmetischer Mittel, was auch in den Mitgliedsstaaten der EU erreicht werden soll.
Alle Inhaltsstoffe von Kosmetika müssen mit ihren International Nomenclature of Cosmetics Ingrediensbezeichnungen (INCI) angegeben werden. Pflanzen und natürliche Inhaltsstoffe werden mit lateinischen Namen angegeben, synthetische in Englisch. Die Bestandteile werden in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichts aufgeführt, auch Riech- und Aromastoffe gehören seit 2003 dazu.
Für die zuständigen Behörden müssen die Hersteller seit 1998 für jedes einzelne Produkt ein komplettes Dossier zu seiner Sicherheitsbewertung bereithalten. Hier werden die Inhaltsstoffe mit genauen Prozentangaben, die Rohstoffe, die Herstellervorschriften und Ergebnisse der toxikologischen Tests festgehalten.

Auch in der Kosmetikbranche haben Produkte, für die mit Begriffen wie „Natur“, „natürlich“ oder „Bio“ die Kunden erobert. Die Nachfrage zur Naturkosmetik steigt. Allerdings halten nicht alle „Bioprodukte“ was sie versprechen, denn die Verwendung von synthetisch hergestellten Farb- und Konservierungsstoffen oder Paraffinölen wurde nicht erwähnt.